Potsdam-ABC

Holländisches Viertel

Direkt neben dem ehemaligen Französischen Viertel liegt das Holländische Viertel. 134 rote Holländerhäuser in 4 Karrees wurden vom Architekten Jan Bouman ab 1732 im Auftrage des Soldatenkönigs in Potsdam gebaut. Die Anlage, die zur Zweiten Barocken Stadterweiterung gehört, besteht aus 4 Karrees mit insgesamt 134 Häusern (4 Baulücken zeugen noch von Kriegszerstörungen) und stellt das größte geschlossene holländische Bauensemble außerhalb der Niederlande dar. Fertigstellung des Viertels war 1742. Ursprünglich war geplant, die Häuser nur an Holländer zu vergeben, was aber an der geringen Zahl der Einwanderer scheiterte. Viele gingen nach der Fertigstellung der Stadterweiterung auch wieder in die Niederlande zurück. Deshalb wurden etwa die Hälfte aller Häuser Grenadieren zugeordnet. Bis in die 1970er hinein verfiel das Ensemble, dann wurde aber durch Beschluss des Stadtrates mit der Rekonstruktion begonnen, was sich im Prinzip bis heute hinzieht, aber nach der Wende durch Privatmittel wesentlich beschleunigt wurde. Heute findet man in diesem Viertel viele Cafés, Kneipen und Kunstgewerbe-Geschäfte. Auch Liebhaber von Antiquitäten werden im Holländischen Viertel auf ihre Kosten kommen.

Mittelstr.
14467 Potsdam

Homepage: www.hollaendisches-viertel.net


Aktuelle Meldungen

40.000 Besucher auf Potsdamer Tulpenfest

(19.04.2010)

Unmittelbar nach dem Tulpenfest startet im Holländischen Viertel ein Verkehrsversuch, der bis zum 03.10.2010 dauern soll. Die dazu erforderliche Veränderung von Verkehrszeichen sowie der Aufbau von Fahrradständern und Fahrbahnabgrenzungen sollen am 19.04.2010 beginnen und zum 23.04.2010 abgeschlossen sein. Es soll getestet werden, ob sich durch die Verlagerung von PKW-Stellplätzen die Aufenthaltsqualität und damit die Attraktivität des Viertels verbessert.

 

Der Versuch wurde von einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Grundstückseigentümern, Gewerbetreibenden, Bewohnern, dem Geschäftsstraßenmanagement und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, vorgeschlagen und in einer Bürgerversammlung am 18.11.2009 öffentlich diskutiert.

In der Mittelstraße und der Benkertstraße sollen an den Kreuzungen kleine Bereiche vom ruhenden Verkehr freigehalten werden. An der Einmündung der Mittelstraße in die Hebbelstraße wird die Beschilderung, die das Anwohnerparken erlaubt, bis zur Brandgasse versetzt. An der Kreuzung Mittelstraße/Benkertstraße werden die freizuhaltenden Bereiche durch Holzbalken abgegrenzt. An der Einmündung der Mittelstraße in die Friedrich-Ebert-Straße werden auf den Flächen Fahrradständer aufgestellt. Das Freihalten dieser Bereiche hat ein klares System und insbesondere die Kreuzung Mittelstraße/Benkertstraße wirkt optisch großzügiger und soll das Flair eines kleinen Platzes entfalten.

 

Insgesamt können während des Versuchs 24 Anwohnerparkplätze in der Mittelstraße und der Benkertstraße nicht genutzt werden. Ersatz wird in der Gutenbergstraße entlang des Bassinplatzes geschaffen. Dort werden derzeit gebührenpflichtige Parkplätze zu Anwohnerparkplätzen umgewandelt und die zeitlich befristet nutzbaren Anwohnerstellplätze werden durchgängig nutzbar sein. Somit wird die absolute Anzahl an Anwohnerstellplätzen durch den Versuch nicht reduziert.

 

Die Stadtverwaltung möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich um einen zeitlich befristeten Verkehrsversuch handelt. Es ist bekannt, dass es im Holländischen Viertel sehr unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, ob in der Mittelstraße geparkt werden soll oder nicht. Der Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bauen Matthias Klipp bittet daher die Betroffenen zunächst einmal Toleranz zu beweisen und sich einen eigenen Eindruck von den Wirkungen des Versuchs zu verschaffen. „Wir sollten dafür offen sein, im rechtlich zulässigen Rahmen Veränderungen zu testen, um am praktischen Ergebnis die Frage entscheiden zu können, ob der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt wird oder der Test Grundlage für eine dauerhafte Veränderung sein kann", sagte Klipp.

Foto zu Meldung: 40.000 Besucher auf Potsdamer Tulpenfest

Verkehrsversuch im Holländischen Viertel

(16.04.2010)

Unmittelbar nach dem Tulpenfest startet im Holländischen Viertel ein Verkehrsversuch, der bis zum 03.10.2010 dauern soll. Die dazu erforderliche Veränderung von Verkehrszeichen sowie der Aufbau von Fahrradständern und Fahrbahnabgrenzungen sollen am 19.04.2010 beginnen und zum 23.04.2010 abgeschlossen sein. Es soll getestet werden, ob sich durch die Verlagerung von PKW-Stellplätzen die Aufenthaltsqualität und damit die Attraktivität des Viertels verbessert.

 

Der Versuch wurde von einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Grundstückseigentümern, Gewerbetreibenden, Bewohnern, dem Geschäftsstraßenmanagement und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, vorgeschlagen und in einer Bürgerversammlung am 18.11.2009 öffentlich diskutiert.

In der Mittelstraße und der Benkertstraße sollen an den Kreuzungen kleine Bereiche vom ruhenden Verkehr freigehalten werden. An der Einmündung der Mittelstraße in die Hebbelstraße wird die Beschilderung, die das Anwohnerparken erlaubt, bis zur Brandgasse versetzt. An der Kreuzung Mittelstraße/Benkertstraße werden die freizuhaltenden Bereiche durch Holzbalken abgegrenzt. An der Einmündung der Mittelstraße in die Friedrich-Ebert-Straße werden auf den Flächen Fahrradständer aufgestellt. Das Freihalten dieser Bereiche hat ein klares System und insbesondere die Kreuzung Mittelstraße/Benkertstraße wirkt optisch großzügiger und soll das Flair eines kleinen Platzes entfalten.

 

Insgesamt können während des Versuchs 24 Anwohnerparkplätze in der Mittelstraße und der Benkertstraße nicht genutzt werden. Ersatz wird in der Gutenbergstraße entlang des Bassinplatzes geschaffen. Dort werden derzeit gebührenpflichtige Parkplätze zu Anwohnerparkplätzen umgewandelt und die zeitlich befristet nutzbaren Anwohnerstellplätze werden durchgängig nutzbar sein. Somit wird die absolute Anzahl an Anwohnerstellplätzen durch den Versuch nicht reduziert.

 

Die Stadtverwaltung möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich um einen zeitlich befristeten Verkehrsversuch handelt. Es ist bekannt, dass es im Holländischen Viertel sehr unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, ob in der Mittelstraße geparkt werden soll oder nicht. Der Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bauen Matthias Klipp bittet daher die Betroffenen zunächst einmal Toleranz zu beweisen und sich einen eigenen Eindruck von den Wirkungen des Versuchs zu verschaffen. „Wir sollten dafür offen sein, im rechtlich zulässigen Rahmen Veränderungen zu testen, um am praktischen Ergebnis die Frage entscheiden zu können, ob der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt wird oder der Test Grundlage für eine dauerhafte Veränderung sein kann", sagte Klipp.

Foto zu Meldung: Verkehrsversuch im Holländischen Viertel